Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Web-Kartographie ohne Flash

Kürzlich bin ich auf einige interessante Beispiele von interaktiven Karten im Web gestoßen, die ganz ohne Flash auskommen und dabei HTML5 und JavaScript verwenden. Dieser Ansatz verspricht neue Möglichkeiten bei der Visualisierung von freien Daten. Der Verzicht auf Flash entspricht auch eher dem Open-Source-Gedanken.

1) migrationsmap.net   –   via webappers.com

Der Code der Anwendung steht auf github zur Verfügung!

2) American Migration Map – Forbes Magazine

Der Autor Jon Bruner beschreibt auf seinem Blog, wie er die Karte erstellt hat!

3) Bundeszentrale für politische Bildung:  Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)

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Steueroasen – Versuch einer Definition

Die Sendung Mit offenen Karten bei arte nutzt Karten als Mittel zur Veranschaulichung verschiedener Zusammenhänge. Die letzte Sendung befasste sich mit dem Thema Steueroasen. Dabei wird deutlich, dass es gar nicht so leicht ist, festzulegen, was genau eine Steueroase ist. Deshalb findet man wohl auch selten einen Überblick über aktuelle Steueroasen. Dies versucht der Beitrag u.a. darzustellen. Sehenswert!

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Kinderarbeit und moderne Sklaverei

ProductsOfSlavery zeigt eine interaktive Karte, die die Herkunftsregionen von Produkten zeigt, die mittels Kinderarbeit oder Zwangsarbeit hergestellt wurden. Klickt man auf ein Land bekommt man eine Übersicht über die betreffenden Produkte. Außerdem kann man zu einem bestimmten Produkt die Länder sehen, in denen das betreffende Produkt unter Zwangsarbeit oder von Kindern hergestellt wird.

 

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Europäischer Staatsschuldenatlas

Auf Grund aktueller Entwicklungen in der Euro-Krise dürfte folgende interaktive Anwendung interessant sein. Die Financial Times Deutschland hat einen interaktiven Staatsschuldenatlas veröffentlicht, der die Verstrickungen von Finanzwirtschaft und Staatshaushalten in Europa veranschaulicht.

Wer sich fragt, was angesichts der sich wiederholenden krisenhaften Entwicklungen in der Wirtschaft so falsch läuft, dem sei die Rede von Heiner Flassbeck (Chef-Volkswirt der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung UNCTAD) vom 20. November 2010 bei den Pleisweiler Gesprächen (organisiert von den Machern der Nachdenkseiten) empfohlen:

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Europa in Unordnung

Einiges scheint in Europa nicht in Ordnung zur Zeit. Griechenland steht vor der Pleite und der Euro steht unter Druck wie nie. Aber die Leichen, die man jetzt in den Kellern entdeckt, hat man schon seit langem gerochen. Die Situation ist absolut nicht lustig und eigentlich gehört dazu mal eine Karte gemacht, die visualisiert, was wirklich los ist. Daten dazu gibts reichlich, aber der Tag hat halt leider nur 24h. Aber irgendwann werde ich mal dazu kommen. Das wäre auch eine Möglichkeit dem Ärger Luft zu machen, der in mir aufkommt, wenn ich sehe wie unsere Politiker mit der Zukunft Europas spielen.
Aber fürs erste gibts eine etwas amüsante Karte (ich hoffe der Autor hat es so gemeint ;)), die kürzlich bei The Economist Online erschien. Für die, die dennoch jetzt mehr Hintergründe über die aktuelle Krise und was getan werden sollte haben wollen, sei dieser offene Brief des Blogs nachdenkseiten.de ans Herz gelegt.

Man muss sich den Artikel durchlesen um zu verstehen, was der Autor sich bei der Karte gedacht hat.

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Schwarze Kohle, weisse Koralle

Ziemlich fassungslos habe ich die Nachricht des in der Nähe von Gladstone am Great Barrier Riff gestrandeten chinesischen Kohlefrachters aufgenommen. Als Taucher habe ich 2005 das Riff in dieser Gegend gesehen und es tut verdammt weh jetzt dieses Schlamassel mit anzusehen. Aber als ich 2005 durch Gladstone gekommen bin, habe ich schon die andere Seite dieses Paradies gesehen. Obwohl in der Nähe des auf der UNESCO Weltnaturerbeliste stehenden Great Barrier Riff ist Gladstone einer der größten Industriestandorte Australiens und beherbergt die größte Aluminiumschmelze der Welt, das größte Kraftwerk von Queensland und den größten Hochofen Australiens. Somit werden der auf den ersten Blick bizarre Umstand eines auf einem Korallenriff gestrandeten Frachters verständlicher, besonders wenn man liest, dass Gladstone auch der fünftgrößte Kohleexporthafen der Welt ist.

Schaut man sich das Thema genauer an, kann man feststellen, dass Australien DER Rohstofflieferant der Welt ist. Es ist der größte Kohleexporteur der Welt und bei fast allen wichtigen Erzen unter den größten fünf Lieferanten. Australien fördert allein 22% des Urans weltweit. Die folgende Karte von Geoscience Australia zeigt die unzähligen Bergbauaktivitäten in Australien in 2009.

Vor diesem Hintergrund erscheint der Unfall mit dem Kohlefrachter weniger als ein seltsamer Zwischenfall sondern viel mehr als Resultat eines kalkulierten Risikos. Es ist als würde Australien in seinem Hinterhof ein Loch für einen Pool ausgraben und beim Raustragen des Drecks mit schlammigen Schuhen über den Teppich im Wohnzimmer laufen. Man muss sich entscheiden was mehr wert ist, die Schönheit oder die Schätze der Natur.

Bergbau in Australien 2009

Kraftwerk in Gladstone

Lady Musgrave Island - Great Barrier Riff

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Tief in den roten Zahlen

Im November 2009 hat die EU-Kommission ihre Herbstprognose für die Jahre 2009-2011 veröffentlicht. Markant sind dabei die prognostizierten ungünstigen Entwicklungen der Staatshaushalte fast aller EU-Länder. Fast kein EU-Land wird laut Prognose 2010 die Maastricht-Kriterien erfüllen. Besonders kritisch sieht die Situation für Irland und Griechenland aus. Glaubt man dem Tenor der öffentlichen Diskussionen dann sind die Griechen oder die Iren an ihrer Situation selber schuld. Man zeigt mit dem Finger auf sie und in EU-Kreisen werden die Sorgenkinder angeblich schon mit dem Begriff PIGS (engl. Schweine) in Anlehnung an die Anfangsbuchstaben der gemeinten Länder betituliert. Das nährt den Verdacht, dass man nur ablenken will von den eigentlichen Problemen, die womöglich ganz wo anders liegen. Dazu folgende links:

junge Welt

Tages Anzeiger

weitere Links zum Thema auf nachdenkseiten.de

Staatsverschuldung und Finanzierungssaldo in Europa

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