Archiv der Kategorie: Tutorial

Web-Kartographie ohne Flash

Kürzlich bin ich auf einige interessante Beispiele von interaktiven Karten im Web gestoßen, die ganz ohne Flash auskommen und dabei HTML5 und JavaScript verwenden. Dieser Ansatz verspricht neue Möglichkeiten bei der Visualisierung von freien Daten. Der Verzicht auf Flash entspricht auch eher dem Open-Source-Gedanken.

1) migrationsmap.net   –   via webappers.com

Der Code der Anwendung steht auf github zur Verfügung!

2) American Migration Map – Forbes Magazine

Der Autor Jon Bruner beschreibt auf seinem Blog, wie er die Karte erstellt hat!

3) Bundeszentrale für politische Bildung:  Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)

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Open Data

Die Praxis Daten für jedermann frei zugänglich zu machen hat sich im vergangenen Jahr stark verbreitet. Open Data beruht auf der Idee, dass freizugängliche Daten vorteilhafte Entwicklungen einleiten. Kaum machte der Begriff die Runde, entstanden zahlreiche Aktionen und Wettbewerbe in diesem Umfeld. Auch die Stadt München war  mit dem Tag der Offenen Verwaltung – Munich Open Government Day kurz MOGDy vertreten. Darauf basierend wurde ein Programmierwettbewerb gestartet. Die Gewinner wurden am 14. April an der Hochschule München bekannt gegeben. Die von der Stadt München freigegebenen Daten haben zum überwiegenden Teil geographischen Bezug, so war meine Idee die Daten in einer Karte zu visualisieren naheliegend. Um konsequent beim OpenData-Gedanken zu bleiben verwendete ich OpenStreetMap als Kartengrundlage. Mein Ziel war aber nicht einfach nur eine Karte zu erstellen, sondern die Daten dauerhaft mit Geodaten zu verknüpfen,  so dass sie in einem Geographischen Informationssystem gelesen und verarbeitet werden können. Ist das einmal geschehen, kann man sich relativ leicht Karten wie diese hier erstellen.

Hier eine Anleitung, wie man aus den Rohdaten und OSM eine Karte wie oben erstellt:

Zunächst lädt man den benötigten Teil der Openstreetmap-Daten herunter. Dies geschieht direkt über die OSM-Seite (www.osm.org) oder man lädt sich fertige OSM-Dateien von der Geofabrik (http://www.geofabrik.de/) runter, z.B. Für ganz Bayern. Es gibt Tools (osm2pgsql) mit denen man die OSM-Daten in eine Datenbank (OpenSource-Datenbanksystem PostgreSQL mit Erweiterung PostGIS) laden kann. Die Datenbank kann mit dem Opensource-GIS Quantum GIS (qgis) angesprochen werden. Über eine Abfrage lässt man sich die administrativen Grenzen eines bestimmten Levels geben und wählt dann die Objekte für die Stadt München aus. Die Auswahl speichert man als eigene Shapedatei ab.

Die MOGDy-Daten-Tabellen öffnet man als CSV in OpenOffice calc. Die Tabellen werden so präpariert, dass die Spalten von jedem Bezirksteil einen gemeinsamen Schlüssel mit dem zugehörigen Polygon in der DBF-Datei der Shapedatei haben. Über das plugin mmqgis können in QGIS die beiden Tabellen verbunden werden („Join Attributes from CSV“). Bei Dezimalwerten ist es wichtig im Format der Tabelle die Sprache auf Englisch zu setzen, damit der Punkt als Dezimaltrenner akzeptiert wird. Die Werte in der neuen Attributtabelle werden zunächst wie Text behandelt. In QGIS müssen daher im Calculator in der Attributtabellenansicht neue Spalten im Format int oder real erstellt werden und der Inhalt der alten Spalten dorthin konvertiert werden, was etwas umständlich ist.

Thematische Karten können in QGIS nun einfach über die graphische Benutzeroberfläche erstellt werden (Rechtsklick auf den Layer, Properties –> Symbology). Es ist auch möglich das Kartenbild in verschieden Formate zu exportieren, z.B. SVG oder KML für die Darstellung in Google Earth. Für letzteres sollte die Projektion der Daten noch geändert werden. OpenStreetMap verwendet Goolge-Mercator als Projection, für die Darstellung in Google Earth ist LatLon / WGS84 erforderlich.

Weitere thematische Karten habe ich in einer KMZ-Datei zur Betrachtung in Google Earth zusammengefasst. Die Datei kann hier heruntergeladen werden.

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Temperaturmesswerte darstellen mit QGIS

 

Auf der englische Ausgabe meines Blogs habe ich letzte Woche einen Artikel veröffentlicht, der zeigt wie man recht einfach aus frei verfügbaren Messwerten des britischen MetOffice eine ansprechende Darstellung mit dem Opensource-Programm GIS erzeugen kann.

 

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