Archiv der Kategorie: Internet

Kartographie von Emotionen

Die Darstellung menschlicher Emotionen auf Karten und das Betrachten der emotionalen Beziehung zwischen Mensch und Raum ist eine relativ neue Komponente der Kartographie. Einfache statische thematische Karten dazu sah man schon vor einer Weile. Ein bekanntes Beispiel ist die „Map of World Happiness“ von White (2007). Die kartographische Umsetzung lässt hier etwas zu wünschen übrig: Zu graue Gebieten gibt es anscheinend kein Daten – dieser Wert sollte auch in die Legende. Das schwarz für größere Binnengewässer verwirrt.

Map of World Happiness

Web-Scraping-Technologie und mobile Anwendungen habe neue Möglichkeiten geschaffen Emotionen dynamisch zu erfassen und darzustellen. Die World Emotion Global Trend website von Maurice Benayoun analysiert verschiedene Live-Online-Quellen und stellt 64 Emotionen zu mehr als 3000 Orten auf der Welt dar.

https://www.youtube.com/watch?v=F-D80BdrSo0

Einen ähnlichen Ansatz zeigt der Global Twitter Hearbeat – Tweetbeat. Twitter nachrichten werden auf Emotionen hin analysiert und eine Heatmap wird aus den Daten erstellt. Unten ist die Heatmap zu Hurrican Sandy dargestellt:

SGI Global Twitter Heatbeat

SGI Global Twitter Heatbeat

Mobile Technologie wird auch vom Forschungsprojekt EmoMap der TU Wien genutzt. Man hat hier eine App speziell für die Erfassung der emotionalen Raumwahrnehmung entwickelt:

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Ey Mann, wo ist mein Telefon?

Der Verlust eines Smartphones kann heute eine schmerzliche Erfahrung sein, können die Geräte doch so viel mehr als die Handys früherer Generationen, dazu kommen noch die auf dem Gerät gespeicherten persönlichen Daten. Die Firma Lookout, die sich auf mobile Sicherheits-Dienstleistungen und das Wiederfinden verlorener Smartphones spezialisiert, hat in mehreren interessanten interaktiven Kartengrafiken visualisiert wo die Geräte verloren gehen und welche Dimension dieses Mißgeschick erreicht.

Die Karte „Billion dollar phone bill“ zeigt den Wert der übers Jahr verlorenen mobilen Geräte. Allein im Jahr 2011 wurden verlorene Geräte im Wert von 2,5 Milliarden $ wiederaufgespürt. In München beträgt der Wert der verlorenen digitalen Helfer 1,3 Millionen. Es wird natürlich gleich angegeben wie viele Maß Bier man dafür bekäme. Und im Kölner Karneval gehen angeblich 30% mehr Smartphones verloren als sonst, wen wundert es?

Die Karte „Dude, where’s my phone?“ zeigt anschaulich zu welchen Tageszeiten die meisten Geräte verloren gehen. Zu jeder Stadt sind zudem die häufigsten Orte, an denen Smartphones verloren gehen angegeben. Dabei gibt es einige Überraschungen: So ist der zweithäufigste Ort, an dem man in Moskau das Smartphone verliert die Militärbasis. In Seoul ist der häufigste Ort das Martial Arts Dojo, auch der Friedhof ist dort unter den Top 3 und dürfte daher nicht mehr den Charakter eines Ortes der Stille haben. In Brüssel lässt man es gern beim Zahnarzt liegen und Vegetarier scheinen auch etwas vergesslich zu sein, was ihr Smartphone angeht, denn in Kopenhagen liegt die Salat Bar und in Köln das vegetarische Restaurant jeweils auf Platz 2.

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Die Niederlande von oben

Ein niederländisches Projekt namens Nederland van Boven zeigt schöne interaktive Karten und Daten-Visualisierungen. Besonders sehenswert ist das making-of-video auf YouTube:

 

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Räumliche Information sichtbar machen mit Light Painting

Folgendes Video findet man bei den besten Datenvisualisierungsprojekten aus 2011 auf FlowingData. Hier wird mittels Light Painting unsichtbare Information wie Wifi-Signalstärke sichtbar gemacht. Man könnte das auch als eine Form thematische Kartographie im weiteren Sinn bezeichnen.

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Fluglärmkarte BBI – ein gelungenes Beispiel für Datenjournalismus von heute

Die Karte als Medium zur Kommunikation komplexer Sachverhalte wird in den klassischen Medien immer noch unterschätzt. Das scheint sich zunehmend zu ändern, da es immer mehr frei verfügbare Daten gibt und geben wird, die von Infografikern genutzt werden. Was die Printmedien angeht fand die Pionierarbeit hierzu im englischsprachigen Raum statt. Zu erwähnen ist dabei die Arbeit von Erin Aigner für die NY Times. Ein Beispiel ihrer Arbeit findet sich hier. Für Deutschland fällt mir zuerst die Deutschlandkarte der Zeit ein. Eine Sammlung der Karten gibt es auch als Buch:

Die TAZ hat kürzlich in ihrer Onlineausgabe eine interaktive Anwendung zur Fluglärm Situation um den neuen Berliner Flughafen BBI veröffentlicht. Ein Making-Off dieser sehr gelungenen Anwendung kann man bei datenjournalist.de nachlesen.

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Karte der Online-Netwerke

Heute hat mir ein Kollege den Link zu einer einfallsreichen Karte über soziale Netzwerke im Internet geschickt:

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