Monatsarchiv: März 2010

Equal Pay Day

Heute ist Equal Pay Day, ein Aktionstag mit dem Zweck, auf die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam zu machen. Die folgende Karte zeigt die Situation in Europa für 2008 weitere Informationen gibt es hier. Dargestellt sind geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle und Beschäftigungsquote der Frauen für 2008. Die Unterschiede in Europa klaffen teils weit auseinander. Ein bestimmtes Muster lässt sich kaum erkennen. Auffallend ist die durchweg hohe Beschäftigungsquote von Frauen in den skandinavischen Ländern. Spitzenreiter der dargestellten Länder ist Norwegen mit 75,4 %. In Island sind es sogar 79,6%, jedoch fehlen hier aktuelle Daten zum Verdienstgefälle. Im krassen Gegensatz dazu steht Malta mit einer Frauenbeschäftigungsquote von unter 40%. Den geringsten Verdienstunterschied zwischen Männer und Frauen gibt es in Italien (4,9%), den höchsten in Estland (30,3%).

Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle ohne Anpassungen bezeichnet den Unterschied zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenverdiensten der männlichen und der weiblichen Beschäftigten in Prozent der durchschnittlichen Brutto-Stundenverdienste der männlichen Beschäftigten. Die Grundgesamtheit umfasst alle Beschäftigten in Unternehmen mit 10 Beschäftigten und mehr (Eurostat).

Die Beschäftigungsquote für Frauen ergibt sich aus dem Dividieren der Anzahl von weiblichen erwerbstätigen Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren durch die weibliche Gesamtbevölkerung derselben Altersklasse. Der Indikator bezieht sich auf die EG-Arbeitskräfteerhebung. Sie deckt die in privaten Haushalten lebende Bevölkerung ab, schließt jedoch kollektive Haushalte wie Pensionen, Studentenwohnheime und Krankenhäuser aus (Eurostat).

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Ergebnis der Regionalwahlen in Frankreich

Die Zeitschrift Le Figaro zeigt eine interaktive Karte zu den Ergebnissen der Regionalwahlen in Frankreich. Sieht nach nem Denkzettel für Sarkozys Partei aus.

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Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Die Europäische Union ist eine der reichsten Gegenden der Welt. Nichtsdestotrotz haben 17% der Europäer nicht genügend Mittel, um sich ihre grundlegendsten Bedürfnisse erfüllen zu können.

2010 wurde als Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Armut? Haben wir wirklich Armut in Europa? Nun, das kommt darauf an wie man Armut definiert. Im Allgemeinen unterscheidet man absolute und relative Armut. Erstere ist die Art von Armut, die man häufig mit Ländern der dritten Welt in Verbindung bringt. Relative Armut dagegen gibt es in jedem Land. Der Begriff ist of definiert als der Teil der Bevölkerung der weniger als 60% des Medians des Nettoäquivalenzeinkommens hat. Den Median erhält man, indem man alle Einkommen der untersuchten Menge der Größe nach ordnet und den mittleren Wert nimmt (oder den Mittelwert aus den beiden mittleren bei gerade Anzahl von Werten).

Zeit sich die Daten anzuschauen um sich ein Bild zu machen wie die Situation in Europa aussieht. Ich werde zu diesem Anlass verschiedene Karten zu Thema im Laufe dieses Jahres veröffentlichen.

Die folgende Karte zeigt welcher Anteil der Bevölkerung in den einzelnen Ländern Europas von Armut gefährdet ist. Zudem ist die absolute Armutsgefährdungsgrenze in Euro anhand flächenproportionaler Signaturen angegeben, die entsprechend des Gini Index eingefärbt sind. Dieser gibt an wie groß oder gering die Ungleichheit der Einkommensverteilung ist. Ein Wert von null würde absoluter Gleichverteilung entsprechen, während bei einem Wert von 100 das gesamte Einkommen eines Landes in der Hand einer Person wäre wobei die anderen nichts hätten.

Eine interessante Publikation der Europäischen Kommission, die das ganze Thema abdeckt gibt es hier.

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Bundestagsradar

Der Spiegel hat in Zusammenarbeit mit abgeordnetenwatch.de eine interaktive Flash-Anwendung veröffentlicht, die ein kleines Informationssystem für den Bundestag darstellt. Dabei kann man leicht rausfinden welcher Abgeordneter Nebeneinkünfte hat und wann wie abgestimmt hat.

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