Folgendes Video findet man bei den besten Datenvisualisierungsprojekten aus 2011 auf FlowingData. Hier wird mittels Light Painting unsichtbare Information wie Wifi-Signalstärke sichtbar gemacht. Man könnte das auch als eine Form thematische Kartographie im weiteren Sinn bezeichnen.
Weihnachten bei OpenStreetMap
Auf Basis von OpenStreetMap gibt es jetzt eine Weihnachtskarte mit Weihnachtsmärkten etc.
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Web-Kartographie ohne Flash
Kürzlich bin ich auf einige interessante Beispiele von interaktiven Karten im Web gestoßen, die ganz ohne Flash auskommen und dabei HTML5 und JavaScript verwenden. Dieser Ansatz verspricht neue Möglichkeiten bei der Visualisierung von freien Daten. Der Verzicht auf Flash entspricht auch eher dem Open-Source-Gedanken.
1) migrationsmap.net - via webappers.com
Der Code der Anwendung steht auf github zur Verfügung!
2) American Migration Map – Forbes Magazine
Der Autor Jon Bruner beschreibt auf seinem Blog, wie er die Karte erstellt hat!
3) Bundeszentrale für politische Bildung: Verteilung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
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Buchtips für Kartenliebhaber
Weihnachten kommt immer näher und es ist an der Zeit sich über Weihnachtsgeschenke Gedanken zu machen. Falls Sie jemanden beschenken wollen, der Interesse an Karten und/oder Visualisierung hat, haben Sie das Glück aus vielen interessanten Büchern, die sicher noch nicht jeder hat, auswählen zu können. Dieser Blog hat deshalb seit heute eine Bücherliste, die über das Hauptmenu (oben) zugänglich ist.
Die Idee kam mir, als ich im Oktober in Berlin die zweite Ausgabe von Ingraphics, dem Bilderbuch für visuelle Informationssüchtige, in einem Buchladen mit vielen interessanten Büchern gekauft habe. Ein paar andere Bücher hätte ich auch gerne gleich gekauft, aber es war kein Platz mehr im Koffer. Daher jetzt diese Buchsammlung, die nach und nach erweitert wird, damit kein interessanter Titel verloren geht.
Auch die zweite Ausgabe von Ingraphics zeigt wieder eine beeindruckende Sammlung von Infografiken. Das Spektrum der Themen reicht von aktuellem Weltgeschehen über Alltagsthemen bis hin zu recht skurrilen Beiträgen. Einige renomierte Gastautoren wie David McCandless, Patrick They und Konstantin Voit konnten für diese Ausgabe gewonnen werden.
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Apps für Deutschland – Open Data Wettbewerb
Mit diesem Wettbewerb sind Designer, Journalisten, Entwickler, Forscher und die breite Öffentlichkeit eingeladen aus frei verfügbaren Daten, wie sie z.B. von Behörden veröffentlicht werden, etwas zu schaffen, das diese Daten nutzt und zugänglicher macht.
Es gibt dabei drei Kategorien:
- Ideen: für Ideen von jedermann, eine konkrete Umsetzung und Programmierung ist nicht gefordert
- Anwendungen: für funktionsfähige Anwendungen von Entwicklern und Programmierern
- Daten: für im Rahmen des Wettbewerbs veröffentlichte Datensätze, die vorher nicht frei zugänglich waren
Der Wettbewerb startet am 8. November 2011 und geht bis zum 20. Februar 2012.
Mehr zum Wettbewerb unter: apps4deutschland.de
Zur Inspiration: opendata-showroom.org
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Öffentliche Umweltdaten – mehr zu Open Data
Kürzlich stieß ich auf den Blog von Marian Steinbach. Dort gibt es ein paar interessante Visualisierungen von freien Daten zur Schadstoffbelastung der Luft in ausgewählten Messorten in Nordrhein-Westfalen. Des weiteren sind Anwendungen zu Daten über Radioaktivität in Deutschland und Japan zu sehen. Reinschauen lohnt sich:
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Open Data
Die Praxis Daten für jedermann frei zugänglich zu machen hat sich im vergangenen Jahr stark verbreitet. Open Data beruht auf der Idee, dass freizugängliche Daten vorteilhafte Entwicklungen einleiten. Kaum machte der Begriff die Runde, entstanden zahlreiche Aktionen und Wettbewerbe in diesem Umfeld. Auch die Stadt München war mit dem Tag der Offenen Verwaltung – Munich Open Government Day kurz MOGDy vertreten. Darauf basierend wurde ein Programmierwettbewerb gestartet. Die Gewinner wurden am 14. April an der Hochschule München bekannt gegeben. Die von der Stadt München freigegebenen Daten haben zum überwiegenden Teil geographischen Bezug, so war meine Idee die Daten in einer Karte zu visualisieren naheliegend. Um konsequent beim OpenData-Gedanken zu bleiben verwendete ich OpenStreetMap als Kartengrundlage. Mein Ziel war aber nicht einfach nur eine Karte zu erstellen, sondern die Daten dauerhaft mit Geodaten zu verknüpfen, so dass sie in einem Geographischen Informationssystem gelesen und verarbeitet werden können. Ist das einmal geschehen, kann man sich relativ leicht Karten wie diese hier erstellen.
Hier eine Anleitung, wie man aus den Rohdaten und OSM eine Karte wie oben erstellt:
Zunächst lädt man den benötigten Teil der Openstreetmap-Daten herunter. Dies geschieht direkt über die OSM-Seite (www.osm.org) oder man lädt sich fertige OSM-Dateien von der Geofabrik (http://www.geofabrik.de/) runter, z.B. Für ganz Bayern. Es gibt Tools (osm2pgsql) mit denen man die OSM-Daten in eine Datenbank (OpenSource-Datenbanksystem PostgreSQL mit Erweiterung PostGIS) laden kann. Die Datenbank kann mit dem Opensource-GIS Quantum GIS (qgis) angesprochen werden. Über eine Abfrage lässt man sich die administrativen Grenzen eines bestimmten Levels geben und wählt dann die Objekte für die Stadt München aus. Die Auswahl speichert man als eigene Shapedatei ab.
Die MOGDy-Daten-Tabellen öffnet man als CSV in OpenOffice calc. Die Tabellen werden so präpariert, dass die Spalten von jedem Bezirksteil einen gemeinsamen Schlüssel mit dem zugehörigen Polygon in der DBF-Datei der Shapedatei haben. Über das plugin mmqgis können in QGIS die beiden Tabellen verbunden werden („Join Attributes from CSV“). Bei Dezimalwerten ist es wichtig im Format der Tabelle die Sprache auf Englisch zu setzen, damit der Punkt als Dezimaltrenner akzeptiert wird. Die Werte in der neuen Attributtabelle werden zunächst wie Text behandelt. In QGIS müssen daher im Calculator in der Attributtabellenansicht neue Spalten im Format int oder real erstellt werden und der Inhalt der alten Spalten dorthin konvertiert werden, was etwas umständlich ist.
Thematische Karten können in QGIS nun einfach über die graphische Benutzeroberfläche erstellt werden (Rechtsklick auf den Layer, Properties –> Symbology). Es ist auch möglich das Kartenbild in verschieden Formate zu exportieren, z.B. SVG oder KML für die Darstellung in Google Earth. Für letzteres sollte die Projektion der Daten noch geändert werden. OpenStreetMap verwendet Goolge-Mercator als Projection, für die Darstellung in Google Earth ist LatLon / WGS84 erforderlich.
Weitere thematische Karten habe ich in einer KMZ-Datei zur Betrachtung in Google Earth zusammengefasst. Die Datei kann hier heruntergeladen werden.
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Flohmarkt-Schätze
Der Mai ist die Zeit der Hofflohmärkte in München. Dabei schließen sich oft bis zu 200 Hausgemeinschaften eines Viertels zusammen und die Bewohner verkaufen ihre Sachen in den oft schönen Hinterhöfen der innenstadtnahen Viertel von München. Neuhausen und Schwabing waren an den vergangenen Wochenenden dran. Für einen Kartographen war dieses Jahr reiche Beute zu machen. In einem Hinterhof in Neuhausen wurden ein paar alte Schullandkarten verkauft. Meistens findet man die bunten topographischen Karten, die ich noch aus der Schulzeit kenne und die heute anscheinend von vielen Schulen achtlos weggeworfen werden. Es waren aber auch zwei thematische Karten dabei, wovon ich mir eine besonders ins Auge stach. Die Wirtschaft der Erde (II) heißt das Teil. Es zeigt den Pazifik mit Ostasien, Australien und Amerika. Dazu sind die Hauptprodukte des primären Wirtschaftssektors in fetter Schrift übergroß auf der Karte zu lesen. Diese Art der Darstellung hatte ich so noch nicht gesehen. Daneben sind noch die Hauptschifffahrtsrouten als „Dampferrouten“ mit Entfernungen eingezeichnet. Eine Jahreszahl habe ich leider nicht gefunden, aber die Karte scheint schon etwas älter zu sein. Sie sieht jedenfalls sehr dekorativ aus an der Wand.
Am vergangenen Samstag hat mir dann in Schwabing eine ältere Dame einen ganzen Korb alter Karten für wenig Geld überlassen. Ich habe erst zu Hause alles in Ruhe durchgesehen und mehrere 1:100000 Karten von Pfaffenhofen aus dem Jahr 1893 gefunden. Dazu einige Kriegskarten aus dem ersten Weltkrieg die den aktuellen Frontverlauf zeigen, teils mit handschriftlichen Eintragungen. Besonders interessant: Eine Artillerie Monatskarte von der Westfront vom 1.7.1918. Dort sind Schützengräben und Artilleriestellungen eingetragen, anscheinend anhand Informationen aus der Luftaufklärung.
Festung Europa
Das Thema der Flüchtlingsproblematik in Europa habe ich schon einmal angeschnitten als ich eine Karte von Philippe Rekacewicz vorgestellt habe. Jetzt ist es wieder aktuell, denn die Festung Europa bröckelt und man ist sich uneins wie man mit den „Eindringlingen“ umgehen soll (siehe dazu: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,757590,00.html). Der Datenjournalismus-Spezialist OWNI hat dazu eine gute interaktive Karte veröffentlicht:
http://owni.fr/2011/02/18/app-la-carte-des-morts-aux-frontieres-de-leurope/
Ein interessanter Filmbeitrag zur europäischen Flüchtlingspolitik von Report Mainz:
Die unsichtbare Gefahr
Die neuesten Hiobsbotschaften aus Japan lassen vermuten, dass die Katastrophe in Fukushima allmählich Tschernobyl-Dimensionen annimmt, auch wenn der Ablauf der Katastrophe etwas anders ist. Welche Auswirkungen der GAU von 1986 hatte scheint vielen fast vergessen. Ich habe daher zum Vergleich ein paar Karten zur Verteilung des radioaktiven Fallouts nach Tschernobyl aufgestöbert.
Interessant auch diese kinderfreundliche Einschätzung der Lage in Japan:
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